Absicherung

Die Absicherung des Einsatzortes ist eine der wichtigsten Maßnahmen um andere Personen. aber auch uns zu schützen.
Neben den Blaulichtern auf unseren Fahrzeugen stehen uns noch andere Hilfsmittel, wie Warndreiecke, Warnleuchten, Verkehrsleitkegel, Absperrtafeln und -bänder, usw. zur Verfügung. Diesen Absperrungen ist unbedingt Folge zu leisten.

Atemschutz

Mit Hilfe des schweren Atemschutz ist es uns möglich auch in stark verrauchten Räumen oder aus durch Atemgifte belasteten Gebieten Menschen zu retten und eine effektive Brandbekämpfung durchzuführen.

Ein Atemschutztrupp besteht aus 3 Mann, die mit einer Leine untereinander verbunden sind. Diese Leine führt ins Freie um den Rückzugsweg zu finden.
Unsere Atemschutzgeräte (3 Stk. je Fahrzeug) befinden sich in den Mannschaftskabinen. Wir rüsten uns bereits während der Anfahrt aus, um sofort einsatzbereit zu sein. Die von uns verwendeten Geräte haben ein Fassungsvermögen von 2 mal 4 Liter Luft die auf 200 bar komprimiert wird, somit stehen uns max. 1600 Liter Luft zur Verfügung. Dies reicht je nach Belastung während des Einsatzes für ca. 20 Minuten.
Der Truppführer ist mittels Funkgerät mit seinem außerhalb des Gefahrenbereiches befindlichen Gruppenkommandanten verbunden.
Der Einsatz als Atemschutzträger erfordert neben einer guten körperlichen Verfassung auch eine intensive Ausbildung und eine regelmäßige ärztliche Untersuchung.

Ausrüstung des Atemschutzgeräteträgers

 

Atemschutzgerät: Interspiro IS/90/1600N
2 x 4 Liter, je 200 bar
Lungenautomat: Spiroclic N mit integrierter Umgebungsluftschaltung.
Atemschutzmasken: Dräger Panorama Nova, eine Maske je Trupp mit integrierter Sprechgarnitur für ein Funkgerät
Warngerät: Totmannmelder Fire Fly. Dieser schlägt automatisch Alarm, wenn sich der Träger nicht mehr bewegt.
Lampe zur Ausleuchtung der nächsten Umgebung.
Notrettungsset um Menschen aus der Gefahrenzone zu bringen.
Leine zur Sicherung untereinander, Abseilen und Rückwegsicherung.
Feuerwehraxt um Türen aufzubrechen.
Bei einem Löscheinsatz zusätzlich das Hochdrucksstrahlrohr.

Gewicht dieser Ausrüstung incl. Schutzbekleidung: ca. 36 kg

 

 

 

 

 

                                         atemschutz_vorneatemschutz_hinten

Wärmebildkamera

Die Wärmebildkamera der Marke Dräger misst die Wärmeabstrahlung von Gegenständen und bildet diese in verschiedenen Farben auf dem Display ab.
Dadurch können Menschen, als auch Glimmbrände in stark verrauchten Gebäuden geortet, somit Leben gerettet und die Brandbekämpfung zielsicher durchgeführt werden
Technische Daten der Dräger UCF 1600:
Gewicht: 1,30 kg (incl. Akku)
Maße: (H x B x T): 14 x 14 x 18 cm
Display: LCD
Gehäuse: Hochtemperaturfester Kunststoff – Schutzklasse IP 67
Temperaturmessbereich: -40 Grad Celsius bis +590 Grad Celsius
Akku: wiederaufladbarer Li_Ionen Akku
max. Einsatzdauer: 4 Stunden

Überdruckbelüftungsgerät

Mit dem Überdruckbelüftungsgerät kann bei speziellen Einsatzbedingungen ein Gebäude oder Gebäudeteile rauchfrei geblasen werden. Dies erfordert eine genaue Kenntnis des Brandverlaufes im Gebäude, da durch den Einsatz dieses Gerätes sehr viel Frischluft in das Gebäude geblasen wird. Bei einer Fehleinschätzung kommt es zu einer explosionsartigen Ausbreitung des Feuers, dadurch würde nicht nur das Gebäude zerst��������rt, sondern auch die im Innenangriff befindlichen Feuerwehrmänner einer sehr großen Gefahr ausgesetzt.
Ausbildung und Erfahrung lassen dieses Gerät aber zu einem wertvollen Helfer der Atemschutztrupps werden, ohne sie aber ersetzen zu können.

Beleuchtung

Zur Ausleuchtung am Einsatzort benutzen wir Teleskoplichtmasten, die im TLF-A und im LFB-A eingebaut sind. Weiters stehen uns Flutlichtstrahler, Handlampen usw. zur Verfügung.

Am LFB-A und am MTF befindet sich eine Umfeldbeleuchtung. Je ein Leuchtballon dient der blendfreien Beleuchtung, z.B. für die Einsatzleitung

Im TLF-A steht uns ein tragbares Notstromaggregat zur Verfügung.
Angetrieben von einem 2-Takt Motor liefert es genug Strom für den Lichtmasten sowie ein bis zwei Zusatzgeräte.

Im LFB-A verwenden wir ein fahrzeuggebundenes Notstromaggregat, angetrieben über den Nebenantrieb. Dieses Notstromaggregat hat eine wesentlich höhere Leistung und ist auch imstande für große Motoren genügend Strom zu liefern – besonders bei Katastropheneinsätzen.

Im MTF steht ebenfalls ein Stromaggregat, in schallgedämmter Ausführung, mit einer Leistung von 2 KVA zur Verfügung

Kommunikation:

Funkraum:
Bündelfunk zur Kommunikation mit der RFL
Florianstation (taktischer Funk) „Florian Langen“
Notbediengerät BG 5

Am Einsatzort stehen uns das MTF mit der fahrzeuggebundenen Funkausrüstung Bündelfunk und 2 mal taktischer Funk, dem mobilen Handbündelfunkgerät, sowie taktische Handfunkgeräte in jedem Fahrzeug zur Verfügung.
Das TLF-A und das LFB-A verfügen ebenfalls über fahrzeuggebundene Funkgeräte („Langen Tank“ und „Langen LFB“) und zusätzlich über Handfunkgeräte für die Atemschutztrupps.
Im LFB-A befindet sich ein Megaphon

Löschwasserförderung

Mit der Tragkraftspritze (TS) Typ Fox II – Baujahr 2003 – wird das Wasser aus einem Teich, Bach oder Hydranten zum Einsatzort gepumpt.
Die TS hat eine Leistung von max. 1300 Liter/min und wird von einem BMW Motor (1100 ccm, 55 PS) angetrieben – Gesamtgewicht 180kg.
Die Fox II ist eine einstufige Kreiselpumpe mit einer maximalen Saughöhe von 9 Meter. Die TS befindet sich im LFB-A und wird mit einem pneumatischen Lift abgesenkt.

Die Pumpe im TLF-A übernimmt das Wasser aus dem Wassertank (2000 l), von der TS oder wenn diese nicht nötig ist aus dem Hydrantennetz.
Die Normaldruckpumpe Ziegler Typ FP im Heck des TLF-A ist ebenfalls eine einstufige Kreiselpumpe mit einer maximalen Leistung von 2400 Liter/min, verfügt über 4 Stück B-Abgänge und wird mittels Nebenantrieb vom TLF-A angetrieben.
Zusätzlich verfügt die Pumpe im TLF-A über eine zuschaltbare Hochdruckkreiselpume (2.Stufe) zum Betrieb von max. 2 Hochdruckrohren.

Löschgeräte

Das Hochdruckstrahlrohr ist die „Erstangriffswaffe“ bei einem Löscheinsatz. 60 Meter formfester Schlauch auf einer Trommel im Heck des TLF-A ermöglichen die sofortige Bekämpfung des Brandes. Die Größe und die Löschwirkung auf kurze Distanz machen es zum bevorzugten Löschgerät bei Innenangriffen.
Das zweite Hochdruckstrahlrohr mit Faltschläuchen befindet sich ebenfalls im TLF-A.

Zusätzlich verfügen wir natürlich noch über weitere Löscheinrichtungen:
Kübelspritze
Feuerlöscher
Wasserwerfer mit regulierbarer Wassermenge
B-Strahlrohr mit Stützkrümmer
C-Strahlrohr
C-Strahlrohr Pistolenform mit regulierbarer Wassermenge
Feuerpatsche (nicht auf dem Bild) zur Bekämpfung von Wald- und Rasenbränden
Diese Geräte, sowie die dazugehörenden Schläuche und Armaturen befinden sich sowohl im TLF-A als auch im LFB-A.
Das MTF verfügt über einen Schaum-Handfeuerlöscher und einen Bioversallöscher für die Brandklassen A und B.

Mit dem Hydroschild ist es möglich eine Wasserwand zu errichten um dadurch das Übergreifen des Feuers auf Nachbarobjekte zu verhindern.
Es ist verstellbar um die Wurfhöhe auf das Objekt anzupassen

Für Schaumlöschangriffe verfügen wir über ein Mittel- und ein Schwerschaumrohr und dem dazugehörendem Schaummittel, sowie dem Zumischer.

 

 

 

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Rettungsgeräte

Für die Rettung von Personen aus Gebäuden oder aus unwegsamem Gelände benötigen wir sogenannte Rettungsgeräte. Je nach Einsatz und vermuteter Verletzung stehen uns folgende Geräte zur Verfügung:
2-teilige Schiebeleiter
Steckleiter oder Teleskopleiter
Notrettungsset – bestehend aus Fluchhaube, Tragetuch, Notrettungsdreiecktuch
Sicherheitsgeschirr
Schaufeltrage
Rettungsschlitten (siehe Bild)

zusätzlich steht uns bei Bedarf die Drehleiter der Stadt Bregenz zur Unterstützung zur Verfügung.

Technischer Einsatz

Zur Rettung von eingeklemmten Personen verfügen wir über verschiedene Geräte, die je nach Bedingungen am Unfallort eingesetzt werden.
Hubkissen
Greifzug 1,5 to (lässt sich durch Umlenkrolle verdoppeln)
Fußwinde (Südbahnwinde)
Flex
– und verschieden Kleingeräte, wie Nothammer, Säge zum öffnen von Fahrzeugfenster, Rollen, Ketten, Rundschlingen usw.

 

 

 

Um auch für Unfälle bei Waldarbeiten, bzw. für Katastropheneinsätze nach Umweltereignissen gerüstet zu sein, steht uns in jedem Fahrzeug eine Forstausrüstung inkl. Schnittschutzhose zu Verfügung

 

 

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Ausgetretenes Öl binden wir mit speziellen Ölbindemitteln, um ein Abfließen in Schächte und Gräben zu vermeiden stehen uns verschiedene Absperrmaterialien zur Verfügung.
Auf dem Dach des LFB-A befinden sich schwimmfähige Ölsperren, die je nach Bedarf zusammengehängt werden.

 

 

 

 

Tauchpumpen, Sandsäcke, Wassersauger, usw. leisten bei Hochwasser wertvolle Hilfe.